Prüfung des Abklatschens von Druckfarben mittels GC-MS
Ein Abklatschen der Druckfarbe kann auf der Rückseite von bedruckten Etiketten, Deckeln, Bechern und Verpackungsfolien auftreten, entweder im Stapel oder auf der Rolle nach dem Druck. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass niedermolekulare Substanzen auf die unbedruckte Oberfläche der Verpackung übergehen, die mit dem verpackten Inhalt in Kontakt steht.
Der Anhang der Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 (d. h. der GMP-Verordnung) schreibt vor, dass Druckfarben so formuliert und aufgebracht werden, dass eine Migration in Lebensmittel nicht zu einem Verstoß gegen Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 führt.
Bei der Analyse werden die Proben zunächst gestapelt und für 10 Tage bei 40 °C beschleunigtem Abklatschen ausgesetzt. Anschließend erfolgt die Migration in Lebensmittelsimulanzien und die Analyse der Simulanz mittels GC-MS. Abschließend werden die GC-MS-Ergebnisse anhand international anerkannter wissenschaftlicher Grundsätze der Risikobewertung ausgewertet, um die Konformität mit der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 zu beurteilen.
Die Analyse ist mit den folgenden Lebensmittelsimulanzien verfügbar:
Abkürzung | Lebensmittelsimulanz | Akkreditierungsstatus |
|---|---|---|
Lebensmittelsimulanz A | Wasser | Nicht akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz A | 10 % Ethanol | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz B | 3 % Essigsäure | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz C | 20 % Ethanol | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz D1 | 50 % Ethanol | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz D2e | 95 % Ethanol | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz D2i | Isooctan | Akkreditiert |
Lebensmittelsimulanz E | Tenax | Akkreditiert |
Der Preis umfasst eine einfache Risikobewertung auf Grundlage der folgenden EU-Verordnungen und -Leitlinien (nicht abschließende Liste):
Verordnung (EU) Nr. 10/2011 (Anhang I und Anhang II)
Schweizerische Verordnung SR 817.023.21 (Anhang 2 und Anhang 10)
BfR-Empfehlungen und Ergebnisse des BfR-Ausschusses für Bedarfsgegenstände
EFSA‑Gutachten für spezielle Lebensmittelkontaktstoffe (z. B. Monomere, Additive und Polymerisationshilfsmittel)
EU-Datenbanken für Lebensmittelzusatzstoffe und Aromastoffe
Toxikologischer "Read-Across"-Ansatz (Übertragung etablierter Grenzwerte von strukturell ähnlichen zugelassenen Substanzen auf Substanzen mit Datenlücken)
EFSA-Ansatz des Grenzwertes toxikologischer Bedenken (TTC)
Eine umfassendere Risikobewertung ist auf Anfrage gegen Aufpreis erhältlich.
- Geeignete Probenmatrizen
- Kunststoffe, Lebensmittelkontaktmaterialien mit polymeren Beschichtungen, Papier und Karton
- Benötigt Anzahl Proben
- Film: 10 Blätter im Format A4; Artikel (z. B. Becher): mindestens 10.
- Übliche Bearbeitungszeit
- 7 – 8 Wochen nach Eingang der Probe
- Nachweisgrenze
- LOQ 0,01 mg/kg (semi-quantitativ)
- Verfügbare Qualitätssysteme
- Akkreditierte Testmethoden
- Messgeräte
- Standard
- Methodenexperte
Preis
Wir berechnen außerdem eine 97 € Servicegebühr pro Auftrag.
Bei großen Chargen von Proben sind Rabatte möglich.
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