Isotherme Titrationskalorimetrie

Die isotherme Titrationskalorimetrie (ITC) ist eine Analysetechnik zur Gewinnung von Informationen über die chemische Dynamik von Biomolekülinteraktionen, üblicherweise zwischen kleinen und großen Molekülen. Die ITC-Technik findet Anwendung in den Bereichen Biochemie, Medizin, Genetik und Pharmakologie.

Isothermal titration calorimetry
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Eine Auswahl unserer Titrations-Dienstleistungen

Peroxidzahl von Fetten und Ölen

EN ISO 3960
Die Peroxidzahl (PV) bestimmt die Menge an chemisch an Öl oder Fett gebundenem Sauerstoff in Form von Peroxiden, insbesondere Hydroperoxiden, die infolge von Autoxidationsreaktionen entstehen. Sie ist ein wichtiger Qualitätsparameter in der Lebensmittel- und Futtermittelproduktion, da eine hohe Peroxidzahl mit mehreren nachteiligen Effekten verbunden ist: Veränderung der chemischen und physikalischen Eigenschaften (wie z. B. Rauchpunkt und Viskosität), Beeinträchtigte sensorische Qualität (ranziger Geruch und Geschmack), Mögliche Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier. Autoxidationsreaktionen können während der Herstellung, Verarbeitung, Lagerung und Verwendung von Fetten und Ölen auftreten. Risikofaktoren sind erhöhte Temperaturen und Lichteinwirkung, wodurch insbesondere Produkte wie Frittieröle anfällig für erhöhte Peroxidwerte sind. Diese Peroxidzahl-Analyse ist geeignet für tierische und pflanzliche Fette und Öle, Fettsäuren und deren Mischungen. Das Verfahren ist nicht geeignet für Milchfette und Lecithin.
35 €
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Peroxidzahl in Lebens- und Futtermitteln

ISO 3960
Der Peroxidwert (PV) misst die Hydroperoxide, die infolge der Autoxidation ungesättigter Fettsäuren in Lebens- und Futtermitteln entstehen. Die Anreicherung von Autoxidationsprodukten beeinträchtigt die sensorische Qualität und kann die Gesundheit von Mensch und Tier potenziell schädigen, wodurch der PV zu einem wichtigen Qualitätsindikator in der Lebensmittelindustrie wird. Autoxidationsreaktionen verlaufen während der Herstellung, Lagerung und Verwendung von Lebens- und Futtermitteln mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, werden jedoch im Allgemeinen durch erhöhte Temperaturen und Lichteinwirkung beschleunigt. Dieses Verfahren umfasst einen Extraktionsschritt, nach dem die Bestimmung der Peroxidzahl am extrahierten Fett bzw. Öl durchgeführt wird. Die Methode ist für alle Lebensmittel- und Futtermittelprodukte geeignet, die Fett enthalten.
60 €
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Reinheitsprüfung von Lösungsmittelproben (GC-FID und Karl-Fischer)

Lösungsmittelreinheitsprüfung mit GC-FID und Karl-Fischer-Techniken. Die Bestimmung erfolgt durch Analyse der Probe mittels GC-FID und Vergleich der Fläche des Lösungsmittelsignals mit der summierten Fläche aller Peaks. Die Konzentration des Lösungsmittels in der Probe wird in Prozent (%) angegeben. Die Karl-Fischer-Titration wird verwendet, um den Wassergehalt in der Probe zu bestimmen.
489 €
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Gesamtzucker nach Luff-Schoorl-Methode

Bestimmung des Gesamtzuckergehalts in Lebens- und Futtermitteln, ausgedrückt als Glukose, mittels der Luff-Schroorl-Titration.
203 €
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Bestimmung freier Fettsäuren und Säurezahl

EN ISO 660
Bestimmung der freien Fettsäuren in Fetten und Ölen nach einem titrimetrischen Verfahren gemäß EN ISO 660. Die Methode kann durch Hinzufügen eines Extraktionsschritts auf andere Lebensmittelproben angepasst werden; anschließend wird die Säurezahlbestimmung am extrahierten Fett bzw. Öl durchgeführt. Der niedrigere Wert der angegebenen Preisspanne gilt für Fette und Öle, der höhere für Proben, die eine Extraktion erfordern. Es gibt zahlreiche Wege, auf denen sich freie Fettsäuren in Ölen und Fetten bilden können. Bestimmte Verarbeitungsschritte können den Gehalt an freien Fettsäuren erhöhen, und ein hoher Wassergehalt kann die Hydrolyse von Triacylglyceriden fördern, was den Anteil freier Fettsäuren steigert. Der allgemeine Konsens ist, dass erhöhte Konzentrationen freier Fettsäuren die Oxidation fördern, die mit Parametern wie dem Peroxidwert und dem p-Anisidin-Wert gemessen werden kann.
35–60 €
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Reduzierende Zucker nach Luff-Schoorl-Methode

Bestimmung des Gehalts an reduzierenden Zuckern, ausgedrückt als Glucose, in Lebens- und Futtermitteln mit der Luff-Schoorl-Titration.
203 €
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Preise ohne MwSt.

Wofür wird die ITC-Analyse verwendet?

Die isotherme Titrationskalorimetrie wird am häufigsten in biochemischen Studien eingesetzt, um die Wechselwirkungen zwischen größeren Molekülen wie Proteinen, Enzymen und DNA mit kleinen Ligandenmolekülen zu analysieren. Die Technik kann Faktoren wie Stöchiometrie, Bindungskonstante, Enthalpie und Entropieänderungen messen, die mit biomolekularen Wechselwirkungen verbunden sind. Eine der häufigsten ITC-Anwendungen ist die Arzneimittelentwicklung, da die Technik Informationen darüber liefert, wie effektiv medizinische Verbindungen an Zielmoleküle im Körper binden.

Wie funktioniert die isotherme Titrationskalorimetrie?

Immer wenn eine chemische Wechselwirkung zwischen zwei Spezies auftritt, kommt es zu einer sehr geringen Temperaturänderung der umgebenden Lösung, da Energie entweder absorbiert oder freigesetzt wird. Durch die Messung der Temperaturänderungen ist es möglich, die genaue Art der Wechselwirkung zu bestimmen.

Die ITC basiert auf diesem Prinzip, indem es die erforderliche Leistung zur Aufrechterhaltung konstanter Temperaturen von zwei Zellen – eine als Referenz und eine, die die Biomoleküle von Interesse enthält. Eine Lösung, die das zu testende Ligandenmolekül enthält, wird in die Testzelle injiziert und beginnt, mit dem Hauptbiomolekül im Inneren zu interagieren. Das Kalorimeter überwacht die Leistung, die benötigt wird, um die minimalen Temperaturänderungen der Testzelle auszugleichen. Durch Wiederholung dieses Prozesses und Protokollierung der Temperaturänderungen über die Zeit werden Informationen über die thermodynamischen Eigenschaften der Wechselwirkung gewonnen.

Probenanforderungen und -vorbereitung

Die ITC-Analyse wird in Lösung durchgeführt, sodass sowohl das größere Biomolekül als auch der Testligand in einer geeigneten Konzentration vorliegen müssen, damit der Test durchgeführt werden kann. Aufgrund der Art der üblicherweise getesteten Moleküle kann eine Pufferlösung eingesetzt werden, damit der pH-Wert während des gesamten Tests innerhalb eines bestimmten Bereichs gehalten wird. In diesem Fall müssen sowohl die Biomolekül- als auch die Ligandenproben in denselben Puffer eingebracht werden, um Störungen zu minimieren.

Vorteile und Grenzen der ITC-Analyse

Der entscheidende Vorteil der ITC besteht darin, dass sie zur zerstörungsfreien Überwachung biochemischer Wechselwirkungen eingesetzt werden kann. Sie erfordert keine Verwendung chemischer Marker oder anderer Präparationsschritte, die sich nachteilig auf die Proben auswirken könnten. Sie kann chemische Wechselwirkungen in Lösung überwachen und bietet somit ein geeignetes Modell dafür, wie Wechselwirkungen im Körper ablaufen. Schließlich ist die ITC unspezifisch, was bedeutet, dass sie zur Überwachung eines sehr breiten Spektrums biologischer Wechselwirkungen eingesetzt werden kann, unabhängig von den daran beteiligten Chemikalien.

Der Nachteil der ITC besteht darin, dass das während chemischer Wechselwirkungen erzeugte Signal äußerst gering sein kann, sodass es in einigen Fällen schwierig zu detektieren ist. Daher ist häufig eine relativ große Probe erforderlich, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen; mehr als bei den meisten anderen biochemischen Assays. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, muss jede Probe über einen relativ langen Zeitraum getestet werden, was zu einem geringen allgemeinen Probendurchsatz führt. Darüber hinaus können einige Proben anfällig für Kontamination oder pH-Wert-Änderungen sein, sodass eine sorgfältige Probenvorbereitung erforderlich ist.

ITC vs. DSC – Was sind die Unterschiede?

Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) ist eine thermoanalytische Methode, die zur Messung von Veränderungen in einer Probe über einen Temperaturbereich verwendet wird. Dabei wird die Probe einer Temperaturrampe ausgesetzt. Die Energie, die erforderlich ist, um die Temperatur der Probe zu ändern, wird aufgezeichnet und hilft dabei aufzuzeigen, wie die Probe im Vergleich zur Referenz Energie absorbiert.

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei der DSC die Probe einem Bereich externer Temperaturen ausgesetzt wird, wodurch sie besser zur Messung der Veränderung von Prozessen unter diesen Bedingungen geeignet ist. Dies macht sie ideal für die Untersuchung der Stabilität von Proteinen und anderen Molekülen unter ungünstigen Bedingungen. Die ITC hingegen wird bei einer festgelegten Temperatur eingesetzt und konzentriert sich stärker auf die Überwachung der chemischen Prozesse selbst als auf die Auswirkung externer Bedingungen.

Benötigen Sie ITC-Analysen?

Measurlabs bietet Labortests mit ITC-Methoden für verschiedene analytische Zwecke an. Für Dutzende bis Hunderte von Proben stellen wir sicher, dass Ihre Analysen termingerecht und mit höchster Qualität durchgeführt werden. Unsere Experten stehen Ihnen gern zur Verfügung, um Sie von der Methodenauswahl bis zur Ergebnisinterpretation mit Klarheit und Sorgfalt zu begleiten. Kontaktieren Sie uns über das untenstehende Formular, um ein Angebot anzufordern, und wir melden uns spätestens am nächsten Werktag bei Ihnen zurück.

Passende Probenmatrizen

  • Proteine
  • DNA
  • Enzyme
  • Arzneistoffmoleküle
  • Biologische Liganden

Typische Anwendungen der ITC-Analyse

  • Bestimmung der Stöchiometrie biochemischer Reaktionen
  • Berechnung der Bindungskonstante für eine Ligand-Makromolekül-Wechselwirkung
  • Ueberwachung von Enthalpieaenderungen waehrend chemischer Prozesse
  • Berechnung von Entropieänderungen aus Bindungsreaktionen

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Häufig gestellte Fragen

Wofür wird die isotherme Titrationskalorimetrie üblicherweise eingesetzt?

ITC wird am häufigsten in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt, um die Bindungsaffinität neuer Wirkstoffkandidaten zu untersuchen. Die Methode findet zusätzliche Anwendungen in der Biochemie und Biologie.

Welche Einschränkungen hat die isotherme Titrationskalorimetrie?

ITC weist einen relativ geringen Durchsatz auf und erfordert in der Regel Wiederholungen mit mehreren Protein- und Ligandenproben, bevor signifikante Ergebnisse erzielt werden.

What is Measurlabs?

Measurlabs offers a variety of laboratory analyses for product developers and quality managers. We perform some of the analyses in our own lab, but mostly we outsource them to carefully selected partner laboratories. This way we can send each sample to the lab that is best suited for the purpose, and offer high-quality analyses with more than a thousand different methods to our clients.

How does the service work?

When you contact us through our contact form or by email, one of our specialists will take ownership of your case and answer your query. You get an offer with all the necessary details about the analysis, and can send your samples to the indicated address. We will then take care of sending your samples to the correct laboratories and write a clear report on the results for you.

How do I send my samples?

Samples are usually delivered to our laboratory via courier. Contact us for further details before sending samples.