Prüfung zur Bestätigung der Kennzeichnung von Lebensmittelkontaktmaterialien in der EU

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Gemäß der EU-Rahmenverordnung (EG) Nr. 1935/2004 dürfen Kennzeichnungen von Lebensmittelkontaktmaterialien (LKM) die Verbraucher nicht irreführen. Um dies sicherzustellen, müssen Hersteller nachweisen, dass ihre Materialien lebensmittelsicher sind und dass als ofenfest, spülmaschinenfest, mikrowellengeeignet oder gefriergeeignet gekennzeichnete Artikel den entsprechenden mechanischen und thermischen Belastungen standhalten.

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Branchenstandards zur Bewertung der Eignung von Lebensmittelkontaktmaterialien für verschiedene Verwendungszwecke. Wenn Sie Tests benötigen, um eines oder mehrere der Prüfzeichen für das Material Ihres Unternehmens nachzuweisen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Anforderungen für die Erlangung des Lebensmittelsicherheitssymbols

Das lebensmittelechte Symbol (Glas und Gabel) zeigt an, dass ein Material für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist. Das Symbol – oder ein anderer geeigneter Hinweis auf die Eignung des Materials für den Lebensmittelkontakt – sollte auf Artikeln angebracht sein, die beim Inverkehrbringen noch nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen, wie z. B. Küchenutensilien, wiederverwendbare Wasserflaschen und Lebensmittelbehälter.1

Um das Lebensmittelsicherheitssymbol zu erhalten, müssen Unternehmen nachweisen, dass ihr Material der Rahmenverordnung und den einschlägigen materialspezifischen Rechtsvorschriften entspricht. Die wesentliche Anforderung besteht darin, dass Materialien keine Bestandteile in Mengen in Lebensmittel abgeben, die die menschliche Gesundheit gefährden oder die Eigenschaften der Lebensmittel negativ beeinflussen könnten. Weitere Informationen zu den für verschiedene Materialarten erforderlichen Tests finden Sie in den folgenden Artikeln:

Tests zur Bestätigung zusätzlicher Kennzeichnungen für Lebensmittelkontaktmaterialien

Zwar ist das Glas-und-Gabel-Symbol (oder ein Text, der dieses ersetzt) das einzige Kennzeichen für Lebensmittelkontaktmaterialien, das durch EU-Vorschriften vorgeschrieben ist. Dennoch sind freiwillige Leistungskennzeichnungen äußerst nützlich, um Verbraucher über die sachgemäße Verwendung von Küchenutensilien zu informieren. Die Tests, die üblicherweise zur Untermauerung einiger der gängigsten Leistungskennzeichnungen für LKM herangezogen werden, sind im Folgenden beschrieben.

Ofenfestes Etikett

Die europäische Norm EN 13834 beschreibt das Testverfahren zur Bewertung der Sicherheit und Leistung von Kochgeschirr bei der Verwendung in Haushaltsbacköfen. Um als ofenfest zu gelten, darf das Produkt nach einstündigem Erhitzen bei einer Temperatur von 20 °C über der empfohlenen Höchsttemperatur – bzw. bei 250 °C, sofern keine Höchsttemperatur angegeben ist – keine Schäden aufweisen.

Spülmaschinenfestes Etikett

Die Spülmaschinenbeständigkeit wird in der Regel nach den Normen EN 12875-1 und EN 12875-2 bewertet. Die Prüfung umfasst eine festgelegte Anzahl von Waschzyklen, die die Beanspruchungen durch Haushaltsgeschirrspüler simulieren sollen, gefolgt von einer Inspektion der geprüften Gegenstände auf Beschädigungen. Küchenutensilien können im Allgemeinen als spülmaschinenfest gelten, wenn sie 125 Waschzyklen ohne sichtbare Schäden überstehen. Die Anzahl der Zyklen kann jedoch angepasst werden, um eine höhere Spülmaschinenbeständigkeit nachzuweisen (z. B. 250 oder 500 Zyklen).

Der EN 12875-1-Test kann auch verwendet werden, um nachzuweisen, dass Kunststoffartikel nicht als Einwegkunststoff gemäß der SUP-Richtlinie eingestuft werden sollten. Hierfür ist das Bestehen von 25 Waschzyklen ausreichend.2 Darüber hinaus muss das Material Migrationstests für den Mehrfachgebrauch gemäß der Verordnung (EU) Nr. 10/2011 der Kommission bestehen.

Kennzeichnung als mikrowellengeeignet

Um die Eignung von Lebensmittelkontaktmaterialien für die Mikrowellenerhitzung zu bewerten, wird in der Regel die Norm EN 15284 verwendet. Während der Mikrowellenbeständigkeitstests wird der Artikel bei 650 W für eine kurze Zeit (1 Min. 51 Sek.) und eine längere Zeit (12 Min.) erhitzt. Am Ende beider Zyklen wird der Artikel auf Schäden wie Risse, Schmelzen, Verformungen oder Farbveränderungen untersucht.

Die Oberflächentemperatur wird ebenfalls gemessen, um sicherzustellen, dass das Mikrowellieren nicht zu einer Überhitzung des Materials führt. Um als mikrowellengeeignet zu gelten, darf Küchengeschirr keine sichtbaren Beschädigungen aufweisen und je nach Material eine Temperatur von 56 bis 60 °C nicht überschreiten.

Gefriergeeignetes Etikett

Derzeit gibt es keinen internationalen oder europäischen Referenzstandard zur Bewertung der Gefrierbeständigkeit, weshalb die Prüfung nach internen Methoden durchgeführt wird. Ein typischer Gefrierbeständigkeitstest umfasst die Lagerung des Prüfartikels bei -18 °C für 24 Stunden und eine anschließende Inspektion. Um als gefrierbeständig zu gelten, sollte das Material seine Funktionalität behalten, keine visuellen Veränderungen aufweisen und keinen Fremdgeruch entwickeln.

Quellenverzeichnis:

1 Die Kennzeichnungsanforderungen sind in Artikel 15 der Rahmenverordnung (EG) 1935/2004 festgelegt. Das Glas-und-Gabel-Symbol kann durch die Angabe „für den Lebensmittelkontakt“ oder eine genauere Beschreibung des Verwendungszwecks des Artikels (z. B. Suppenlöffel, Weinflasche usw.) ersetzt werden.

2 Siehe Frage 7 in den inoffiziellen Auslegungen der EU-Kommission zur SUP-Richtlinie.

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